Die Fischmesse in Deutschland 4.-6. September 2022

 

Statt wie sonst im Februar findet die fish international dies Jahr vom 4.-6. September 2022 statt.

Die fish international ist die einzige Fachmesse für Fisch und Seafood in Deutschland – eine Plattform für den Handel und die Gastronomie. In Bremen informiert sich der Handel über neue Produkte am deutschen Markt und verschafft sich einen Überblick über Neuheiten und Entwicklungen.

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Nachhaltigkeit in der Unternehmens-DNA

Nachhaltigkeit in der Unternehmens-DNA

Petra Weigl baut Marktpräsenz von Regal Springs in Deutschland aus
Erst kam Bio, jetzt ist es Nachhaltigkeit. Verbraucher verknüpfen immer häufiger Themen wie Umweltschutz und Arbeitsbedingungen mit der Entscheidung beim Lebensmittelkauf. Auf der Anbieterseite kann sich Petra Weigl als Geschäftsführerin der Regal Springs Europe GmbH entspannt zurücklehnen: „Wir leben das Prinzip wie selbstverständlich, weil wir von Anfang an nichts anderes gemacht haben“. Regal Springs konzentriert sich mit Fischfarmen ausschließlich in Natur- und Stauseen in Indonesien, Honduras und Mexiko auf die Aufzucht und Verarbeitung von Buntbarsch (Tilapia), der im Ganzen oder als Filet tiefgefroren in den Handel gebracht wird. Das Unternehmen wurde vor mehr als 30 Jahren in Indonesien gegründet und folgt seit Beginn Nachhaltigkeitsgrundsätzen: „Das prägt unser ganzes Handeln“, betont Petra Weigl. In den USA ist das Unternehmen Marktführer. Jetzt baut Regal Springs seine 2015 begonnene Marktpräsenz in Deutschland aus – die Teilnahme an der fish international ist dabei ein wichtiger Schritt.

„Tilapia ist das ideale Produkt auch für Verbraucher, die beim Fisch zurückhaltend sind“
Tilapia ist in Deutschland noch weit von seiner Bedeutung in den USA entfernt. Dort rangiert er unter den Weißfischen auf Platz 1 in der Verbrauchergunst. Aus ihrer langjährigen Erfahrung als Managerin in Großunternehmen mit einer breiten Palette an TK-Fischprodukten sieht Petra Weigl gute Chancen, in Deutschland eine ähnliche Erfolgsgeschichte zu initiieren: „Tilapia ist durch seine Vielseitigkeit, seinen Geschmack und seine Konsistenz das ideale Produkt, sogar für Verbraucher, die beim Thema Fisch eher zurückhaltend sind.“ Zart im Fleisch, nicht „fischig“ im Geschmack, einfach in der Zubereitung und vielseitig in der Nutzung – „das sind schon sehr gute Argumente“, ist Petra Weigl überzeugt.

„Zuchtfisch ist die umweltfreundlichste Proteinquelle“
Binnen kurzer Zeit hat sich das Thema Nachhaltigkeit zu einem weiteren guten Argument entwickelt. Anders als mancher Wettbewerber bringt Regal Springs die passende Geschichte von Haus aus mit. Wenn Petra Weigl sie erzählt, schwingt neben professionellem Engagement auch persönliche Begeisterung mit. „Nachhaltige Fischzucht ist für die Versorgung der Menschen in aller Welt mit Protein unverzichtbar“, sagt sie, „anders lässt sich der Eiweiß-Bedarf der stetig wachsenden Weltbevölkerung nicht decken.“
Für nachhaltige Aquakulturen spricht nach Überzeugung der Fachfrau ein weiteres Argument: „Zuchtfisch ist eine umweltfreundliche Proteinquelle.“ Dass Umweltschützer dies mit Fragezeichen versehen, ist der Managerin bewusst. Deswegen formuliert sie eine Bedingung: „Solche Anlagen müssen verantwortungsvoll konzipiert und betrieben werden.“

Weltweit größter Tilapia-Produzent mit 5000 direkt und 21 000 indirekt Beschäftigten
Entsprechende Konzepte reichen bei Regal Springs bis in die 1980er Jahre und die indonesische Provinzstadt Wunut zurück. Der Gründer etablierte dort seinerzeit eine Fischzucht als nachhaltige Beschäftigung und Einkommensquelle für die Menschen. Möglichst geringe Auswirkungen auf die Umwelt und möglichst großer Nutzen für die Region – diesen Zielen ist das Unternehmen als mittlerweile weltweit größter Tilapia-Produzent mit etwa 5000 direkt und 21 000 indirekt Beschäftigten treu geblieben. In allen drei Produktionsländern sind die Aquakulturen in natürlichen Gewässern angelegt, nutzen dort maximal ein Prozent der verfügbaren Wasserflächen. Die Fische bewegen sich in großen Schwimmnetz-Käfigen in einem nahezu natürlichen Freiraum. Sie werden überwiegend pflanzenbasiert ernährt. Wasserqualität und die Einhaltung der Umweltstandards werden in eigenen Laboren, von unabhängigen Dritten sowie den Behörden am jeweiligen Standort überwacht.

Produktion ohne Fisch-Abfall – „wir verwenden nahezu alles“
Regal Springs bringt seinen nachhaltigen Tilapia tiefgefroren als ganzen Fisch sowie als von Hand geschnittene Filets und Rückenfilets auf den Markt. „Es gibt bei uns dazu praktisch keinen Fisch-Abfall, wir verwenden nahezu alles“, betont Petra Weigl. Was sonst meistens noch weggeworfen oder zu Fischmehl verarbeitet wird, wird bei Kunden von Regal Springs noch weiter verarbeitet - so sind die Schuppen beispielsweise ein Grundprodukt für die Herstellung von Holzersatz, die Fischhäute werden zu Collagen oder Gelatine verarbeitet.  Darüber hinaus zählen Sozial-, Gesundheits- und Bildungsprogramme für die lokale Bevölkerung sowie Investitionen in die Infrastruktur und für den Umweltschutz zum Selbstverständnis des Unternehmens. Trotz eines veränderten Verbraucherbewusstseins lässt sich allein mit Umweltschutz und sozialem Gewissen in Deutschland kein Fisch verkaufen, und auch der Name Tilapia ist noch nicht mit einem natürlichen, hochwertigen Produkt verknüpft. Regal Springs hat darauf reagiert: „Wir bringen unsere Produkte jetzt bewusst als Buntbarsch auf den Markt“, erläutert die Geschäftsführerin  Gut zu sein, reicht eben nicht aus. Es zu kommunizieren, gehört mit zum Erfolgsrezept.

„mission female“ engagiert sich für Frauen und gelebte Diversität
Das beherzigt Petra Weigl nicht nur beim Thema Fisch sondern auch privat: Als Mitglied des Netzwerkes „mission female“ engagiert sie sich auch für eine verstärkte Sichtbarkeit von Frauen und für gelebte Diversität. „In der Fischwirtschaft hat sich da international schon viel mehr getan, als man in Deutschland wahrnimmt“, sagt sie, „und deshalb müssen wir einfach mehr darüber sprechen.“ Auf der fish international besteht eine gute Gelegenheit dazu.

Nachhaltigkeit in der Unternehmens-DNA

Die fish international bietet:

  • Fisch und Seafood in einer vielfältigen Produktauswahl: frisch, geräuchert, gefroren, mariniert
  • Verkaufsausstattungen, Thekenkonzepte und Lösungen für den mobilen und stationären Fachhandel
  • Maschinen und technische Hilfsmittel für die Fischverarbeitung
  • Technologie und Zubehör für die Fischzucht

fish international – das sind über 10.000 qm Ausstellungsfläche für rund 303 Aussteller aus 29 Nationen. Hier kommen gut 10.000 Besucher aus der Fischindustrie, dem Einzelhandel und der Gastronomie, um Lieferanten zu finden, sich zu informieren und auszutauschen.

85% der Fachbesucher sind an Einkaufsentscheidungen in ihrem Unternehmen beteiligt.

gastro iventDie GASTRO IVENT, die sonst parallel stattfindet, wird in 2023 als Special Edition unabhängig von der fish international vom 28. bis 30. Januar 2023 veranstaltet. Ab 2024 gehen wir den Weg dann wieder gemeinsam.